All-IP: Jetzt die Weichen stellen!

Die Uhr tickt: Spätestens 2018 werden die letzten ISDN-Anschlüsse aller Voraussicht nach vom Netz gehen. Und Sie sollten nicht darauf bauen, die schon mehrfach verlängerte Gnadenfrist voll auszureizen: Die Kündigung Ihres ISDN-Anschlusses kann jederzeit im Briefkasten landen. Gehen Sie die Umstellung daher frühzeitig an, um unnötigen Zeitdruck und unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Die folgende Checkliste von Controlware hilft Ihnen, die Weichen für eine erfolgreiche Migration zu stellen:

  • 1. Definieren Sie klare Ziele und Anforderungen

    Die Migration auf All-IP ist komplex – daher ist es nicht immer leicht, in der Fülle der Aufgaben die übergeordneten Projektziele im Blick zu behalten. Dokumentieren Sie vor dem Projektstartschuss mit Ihrem Management, was Sie sich von der neuen Kommunikationslösung erwarten. So stellen Sie sicher, dass Ihre Ziele in Bezug auf Kostensenkung, Flexibilisierung und Funktionsumfang im Fokus bleiben.

  • 2. Analysieren Sie den Ist-Zustand Ihrer IT

    Führen Sie im Vorfeld ein Assessment Ihrer Kommunikationsumgebung durch. Prüfen Sie, ob die WAN-Bandbreite ausreicht und welche Komponenten weitergenutzt werden können. Erfassen Sie dabei auch analoge und ISDN-basierte Systeme, die sich nicht via Plug & Play migrieren lassen: von Analog-Fax über Frankiermaschine und Türsprechstelle bis hin zu Alarmanlage, Alarmierungsserver und EC-Cash-Leser. Erstellen Sie für jedes dieser Systeme einen Migrationsfahrplan.

  • 3. Upgrade, Add-on oder neues System?

    Viele IT-Verantwortliche gehen davon aus, dass All-IP stets mit einer neuen TK-Anlage einhergeht. Doch das muss nicht sein. Viele Bestandssysteme lassen sich mit IP-fähigen Karten nachrüsten oder über ein IP-Gateway ans Netz koppeln. Sprechen Sie mit uns – gerade in Umgebungen mit komplexer Konfiguration oder vielen Endgeräten lässt sich die Migration bei geschickter Planung oft günstiger umsetzen als gedacht.

  • 4. On-Premise oder in der Cloud?

    Viele Unternehmen nehmen All-IP zum Anlass, auf eine Cloud-basierte TK-Lösung umzusatteln. Die Überlegung liegt nahe. Aber lassen Sie sich von den attraktiven Einsparpotenzialen nicht blenden. Der Gang in die Cloud geht auch mit Risiken einher. Wägen Sie sorgfältig ab und ziehen Sie unsere Experten hinzu, um eine unvoreingenommene Beratung sicherzustellen.

  • 5. Stellen Sie die Weichen für eine einwandfreie Sprachqualität

    Ein zentraler Aspekt bei der Migration ist nach wie vor die Sprachqualität auf der All-IP-Strecke. Knappe Bandbreite, ungünstige Routing-Wege und fehlende QoS-Unterstützung können zu Latenzen, Jitter und Paketverlusten führen – und damit die Quality-of-Service beeinträchtigen. Nehmen Sie das Thema nicht auf die leichte Schulter, sondern suchen Sie mit Ihrem Internet Service Provider eine Konfiguration, die Ihren Ansprüchen optimal gerecht wird. Selbst kristallklare HD-Telefonie ist mit modernen Wideband Codecs wie dem G.722 heute möglich.

  • 6. Priorisieren Sie Datenschutz und Datensicherheit

    Im Gegensatz zur proprietären ISDN-Technologie wird Ihre IP-basierte Lösung unmittelbar ins Netzwerk eingebunden sein – und kann mit klassischen Cyber-Attacken zum Absturz gebracht oder als Einfallstor für Malware missbraucht werden. Achten Sie bei der Produktauswahl daher auf die nativen Security-Features der Lösung – und ziehen Sie schon in der Frühphase Ihr Security-Team hinzu, um das neue System nahtlos in Ihre Policy zu integrieren.

  • 7. Nutzen Sie All-IP als Sprungbrett für Unified Communications (UC)

    Die Ablösung der vorhandenen TK-Anlage ist ein guter Anlass, um die Migration auf eine moderne UC-Umgebung in Angriff zu nehmen. Die Zusammenführung aller Kommunikationskanäle – von HD-Telefonie und HD-Videokommunikation bis hin zu Chat, Dateiaustausch und Bildschirmfreigabe – hebt Ihre Kommunikation auf einen neuen Level. Unterschätzen Sie aber nicht den Aufwand eines solchen Integrationsprojekts – und reservieren Sie ausreichend Zeit und entsprechende Ressourcen.

  • 8. Planen Sie All-IP mit ausreichend Vorlauf

    Auch wenn Ihr ISDN-Anschluss noch nicht gekündigt wurde, sollten Sie schon jetzt die Weichen für All-IP stellen. So vermeiden Sie Zeitdruck im Projektverlauf und können eine Kommunikationslösung entwerfen, die ihren funktionalen und finanziellen Vorgaben optimal gerecht wird. Bei ausreichend Vorlauf steht Ihnen zudem die Option offen, Ihre bestehenden Anlagen zunächst gegen All-IP-fähige Gateways mit ISDN-Anschluss auszutauschen. So vermeiden Sie Komplikationen bei gleichzeitiger Umstellung von TK-Anlage und Provider. Verifizieren Sie auch die Leasing-Laufzeiten ihres TK-Equipments, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

  • 9. Gehen Sie All-IP themenübergreifend an

    Die All-IP-Migration strahlt auf alle Bereiche des Unternehmens aus. Ziehen Sie daher schon in der Evaluierungsphase Kollegen aus anderen Business Units hinzu, um sicherzustellen, dass die neue Lösung alle relevanten Business-Prozesse optimal abbildet. Die eigentliche Implementierung durch die Unternehmens-IT sollte ebenfalls bereichsübergreifend erfolgen: Binden Sie Ihre Netzwerk-, Server-, Security- und IT-Management-Teams ein, um einen erfolgreichen Projektverlauf sicherzustellen und Akzeptanz im Unternehmen zu schaffen.

  • 10. Holen Sie vom ersten Tag an unsere Experten ins Boot

    All-IP ist ein hochkomplexes, einmaliges Projekt, bei dem Ihr Team kaum auf vorhandene Erfahrungen aufsetzen kann. Controlware hingegen hat bereits Dutzende dieser Projekte betreut – und kennt alle gängigen Fallstricke. Je früher Sie uns einbeziehen, desto schneller profitieren Sie von unserem fundierten Praxis-Know-how.

Fazit

Die Umstellung auf All-IP bietet Ihnen und Ihrem Unternehmen viele Ansatzpunkte, um die Usability, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der TK-Umgebung zu verbessern. Vergessen Sie aber nicht, dass es sich um ein komplexes Projekt handelt, das tief in Ihre geschäftskritischen Abläufe eingreift – und ziehen Sie frühzeitig externe Experten mit Umsetzungserfahrung und bereichsübergreifender Kompetenz hinzu.
Controlware verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung bei der Implementierung und beim Betrieb anspruchsvoller Netzwerk-, Security- und Kommunikationsumgebungen. Aufsetzend auf unser bereichsübergreifendes Know-how stehen wir Ihnen in allen Projektphasen zur Seite und helfen Ihnen, Ihrem Unternehmen das volle Potenzial von All-IP-zu erschließen.

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